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Work-and-Travel per Volunteering: Die richtige Plattform finden

Work & Travel, zu Deutsch: Arbeiten & Reisen. Hinter dieser Philosophie steckt die Möglichkeit, ein fremdes Land zu bereisen und seine Ausgaben mit Hilfe von Aushilfsjobs vor Ort so gering wie möglich zu halten. Doch wie findet man eigentlich den richtigen Job? Eine Übersicht.

Arbeiten im Gastronomiebereich, in Hostels und anderen Unterkünften, Farmarbeit oder was sonst eben so anfällt gegen ein kleines Entgelt. Die Zeit kann je nach Gefallen oder Bedarf variieren. Wer genug hat, kann sich einfach nach einer neuen Herausforderung in einer anderen Stadt, einer anderen Region umsehen. Nebenbei lernt man Land und Leute viel tiefgründiger kennen, als bei einem Kurzurlaub. So viel zum Konzept von Work-and-Travel. 

Wie finde ich einen Job?

An Angeboten mangelt es nicht - eine Vielzahl von Agenturen in Deutschland berät und unterstützt bei der Planung, vermittelt Jobs und Unterkünfte und steht auch im Zielland als Ansprechpartner vor Ort. Die bekanntesten Agenturen in der Bundesrepublik sind StepIn, mit Sitz in Bonn, sowie TravelWorks aus Münster.  Diese Hilfe ist natürlich nicht ganz umsonst, vor allem für diejenigen, die ans andere Ende der Welt reisen möchten. Wer sich intensiv genug mit der Thematik auseinander setzt, kann so ein W&T-Jahr problemlos alleine organisieren. Das ist zwar etwas aufwändiger, allerdings beschäftigt man sich so vorab intensiver mit dem Zielland, eventuellen Problemen und hat natürlich in der Planung viel mehr Freiheiten. Was man nicht weiß, kann in Foren herausgearbeitet werden. Dabei stößt man schnell auf Erfahrungsberichte anderer.

Eine tolle Infoseite, die mir eine große Unterstützung bei meiner Planung für meine W&T-Zeit 2015 gewesen ist,  ist Auslandsjob

 

Natürlich finden sich vor allem Jobs gegen Bezahlung viel leichter vor Ort im Zielland. Doch wer abgesichert sein will und schon von Zuhause aus etwas finden möchte, kann auf Volunteering zurückgreifen, also Arbeit gegen Kost und Logis. Dafür gibt es im Internet zahlreiche Plattformen. 

Welche Volunteering-Plattform gibt es?

(C) WWOOF Deutschland
(C) WWOOF Deutschland

Eine Möglichkeit beim Work & Travel ist das sogenannte Wwoofing. WWOOF ist die Abkürzung für "World Wide Oppotunities on Organic Farms". Ökologische Bauern können sich in dem WWOOF-Verbund für ihr Land registrieren und bieten so jungen Reiselustigen die Chance, ohne hohe Kosten ein fremdes Land zu entdecken. Das ursprünglich aus England kommende Prinzip: Vier bis sechs Stunden Arbeit pro Tag, fünf Tage die Woche. Hierfür gibt es kein kein Geld, sondern eine kostenfreie Unterkunft  und Verpflegung. Interessierte, sogenannte Volunteers, müssen sich, um die Datenbanken einsehen zu können, vorher auf der entsprechenden Landesseite gegen eine bestimme Gebühr registrieren. Die Kosten für die Mitgliedschaft variiert je nach Reiseland. Eine Übersicht über die Teilnehmerländer weltweit gibt es hier.

Workaway basiert auf dem gleichen Prinzipp wie WWOOF, bietet allerdings mehr Jobmöglichkeiten. Anders als beim Wwoofing bieten die sogenannten Hosts nicht nur Farmarbeit an, sondern auch Gastronomie- und Hotelarbeit an. Einige suchen auch Helfer für den Haushalt, Kinder- oder Tierbetreuung; andere brauchen Unterstützung bei verschiedenen Projekten. Auch hier müssen sich die Volunteers gegen eine Gebühr auf der Seite registrieren und erhalten so Zugriff auf Kontakte weltweit. Im Gegensatz zu den Wwoofing-Seiten kann die Datenbank auf Workaway auch ohne Anmeldung eingesehen werden, sodass Interessierte einen guten Einblick in das System bekommen. Anschreiben kann man die Hosts aber erst nach der Registrierung. Die workaway-Mitgliedschaft gilt für zwei Jahre und kostet für einen Single-Account 23€ oder für einen Partner-Account 30€. Hier gehts zu Workaway! Meine Erfahrungen mit Workaway in Irland und Schottland könnt ihr hier nachlesen.

Eine weitere Möglichkeit ist HelpX, das auf einem ähnlichen Prinzip basiert wie workaway. Auch auf dieser Website können sich Freiwillige, hier Helpers genannt, um einen Job gegen Kost und Logis bemühen. Ebenfalls wie bei workaway werden auch hier Helfer in allen Bereichen gesucht und nicht nur auf Farmen. Hier arbeitet man in der Regel sechs Stunden täglich. Es gibt zwei Möglichkeiten, sich zu registrieren: "Fee Helper" können sich anmelden, ohne einen Mitgliedsbeitrag zahlen zu müssen. Allerdings können sie nicht aktiv Hosts anschreiben, sondern müssen darauf vertrauen, dass sie aufgrund ihres Profils von den Hosts kontaktiert werden. "Premier Helper" dagegen können sich nach der kostenpflichtigen Registrierung - ebenfalls wie bei workaway - direkt mit den Hosts in Verbindung setzen. Die Mitgliedschaft bei HelpX gilt für zwei Jahre und kostet 20€, egal ob Single- oder Partner-Account. Hier gehts zu HelpX.

Work-and-Travel selber organisieren

Wie ich 2015 meinen Work-and-Travel-Aufenthalt selber organisiert habe, welche Plattform ich genutzt und welche

Erfahrungen ich gemacht habe sowie weitere Tipps habe ich für den Kölner Stadtanzeiger einmal zusammengefasst. Den Artikel gibt es hier.

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