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London - Meine Top 3 Attraktionen abseits des typischen Touri-Troubels

London - die Stadt, die nie schläft. Die Stadt der Queen, der berühmten Sehenswürdigkeiten und den roten Doppeldeckerbussen und eines der Top-Ziele auf jeder Bucket-Liste. Auch mich hat es in diesem Monat für einen Kurztrip nach London gezogen. Aber keine Panik, ich versuche euch nicht mit den typischen London-Berichten zu quälen (der kommt aber noch!), sondern habe für euch meine Top Drei Lieblingsattraktionen bzw. Dinge, die man in London gemacht haben sollte, abseits des ganzen Touri-Troubels, aufgelistet.

1. Papageien füttern im Hyde Park

Zutrauliche Papageien im Hyde Park.
Zutrauliche Papageien im Hyde Park.

Als ich mich auf den Weg in den Hyde Park gemacht habe, hätte ich niemald gedacht, dass das zum Abschluss meines Trips noch mein Highlight Nummer Eins werden würde. Gleich von Anfang hat es mir hier besonders gut gefallen, denn das Grün und die ganzen Blumenarrangements bilden einen schönen erholsamen Kontrast zu dem sonst so stressig-hektischem London. Auf einem großen See in der Mitte des Parks kann man zwischen Schwänen und Enten Tretbootfahren oder es sich auf einer der vielen Bänke am Wegesrand bequem machen. Natürlich locken auch hier einige Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Diana Fountain, ein Memorial, oder auch die Peter Pan Statue (die übrigens viel kleiner ist, als man erwartet). Es gibt also so viel zu Sehen, dass mir die kleinen grünen Papageie, dieselben, die auch in Köln und Leverkusen zu finden sind, fast gar nicht aufgefallen sind. Wäre da nicht die Dame gewesen, die hingebungsvoll ihren Arm ins Gebüsch hielt und Schwups! Saß dort ein kleiner grüner Papagei. Ich konnte erst meinen Augen gar nicht trauen, doch sie zeigte mir dann, wenn man genau in die Büsche sieht, kann man noch mehr von diesen Vögeln sehen. Dass die so zutraulich sind und freiwillig den Besuchern auf die Hand fliegen, wollte ich trotzdem nicht glauben. Und nach einiger Zeit erklärte mir die Frau, dass dahinter ein einfacher Trick liegt: Auf der flachen, ausgestreckten Hand eine Erdnuss platzieren und abwarten. Hunger geht dann doch über Vorsicht. Sie kommt öfter hier hin und besucht die Vögel, die hier übrigens frei leben. Zum Abschluss gab sie mir dann auch noch ein paar Erdnüsse. Ganz sanft kommen sie angeflogen und landen vorsichtig auf der Handfläche. Was für ein schönes Erlebnis.

 

2. Free Walking Tour "Harry Potter"

Auf den Spuren von Harry Potter, Ron Weasley und Co.
Auf den Spuren von Harry Potter, Ron Weasley und Co.

Harry Potter Fans aufgepasst!

Dass ich eigentlich schon immer ein riesiger Harry Potter Fan bin (egal ob Bücher oder Film), das ist nun wirklich kein Geheimnis mehr. Deshalb habe ich mich auch sehr auf London gefreut, schließlich wurde hier viel für die Filme gedreht. Außerdem gibt es das Gleis 9 3/4 am Bahnhof King's Cross und die Harry Potter Studios (für die ich dringend noch einmal nach London muss). 

 

Durch Zufall bin ich auf Strawberry Tours gestoßen, leicht zu erkennen an den großen roten Erdbeer-Regenschirmen der Guides. Strawberry Tours bieten kostenlose Stadtführungen durch London an, viele davon unter einem besonderen Thema - denn Sehenswürdigkeiten kann man auch ohne fremde Hilfe ansehen. Eine davon ist die Harry Potter Tour und die lohnt sich wirklich, vor allem wenn Guide Alex, ebenfalls begeisterter Potter-Fan, die Tour führt. Die Tour führt durch die Stadtmitte, am Leicester Square vorbei und zeigt Orte, die im Film vorgekommen sind, oder Orte, die J. K. Rowling zur Inspiration fiktiver Orte in der Zauberwelt dienten. Alex kennt darüberhinaus noch viele Anekdoten zu den Drehorten: So wurde bspw. im Parlament abgestimmt, ob das Team in einer bestimmten Straße drehen darf, in der viele wichtige Parlamentsleute arbeiten. Filmdreh bedeutete, dass die Straße für zwei Tage gesperrt werden musste - für die Abgeordneten hieß das zwei Tage frei und so stimmte sie dafür. Beeindruckend fand ich auch, dass Harry Potter eigentlich immer alle Drehgenehmigungen erhielt in London, auch an Plätzen, wo sonst keine Drehs erlaubt sind.

 

Die kostenlose Tour dauerte zwei Stunden und ich kann sie wirklich nur wärmstens allen Potter-Fans ans Herz legen! Kleiner Tipp: Vorher am besten noch einmal Teil fünf und sechs ansehen, dann hat man die Drehorte vielleicht etwas besser auf dem Schirm als ich hatte.

 

Infos zur Tour und allen weiteren Touren gibt's hier.

3. Camden Town / Camden Market

Camden lockt mit unzähligen Marktständen und Hippie-Läden.
Camden lockt mit unzähligen Marktständen und Hippie-Läden.

Den Tipp, einen Abstecher nach Camden zu machen, gab mir eine Freundin aus Magdeburg, die als Au-Pair in London gearbeitet hat. Camden ist ein Ortsteil von London, der etwas außerhalb liegt, aber absolut lohnenswert ist!

Der ganze Ortskern ist ein großer bunter Markt aus vielen kleinen Läden mit den ungewöhnlichsten Dingen und vielen Hippie-Läden voller Klamotten abseits der Mainstream-Läden. Alleine für die Außenfassaden der Häuser lohnt sich ein Besuch schon: kunterbunt bis schwarz gestrichen locken riesige Monster, Elefanten oder auch Flugzeuge, die an den Wänden angebracht sind. In einer viktorianischen Markthalle gibt es auf zwei Etagen alles was das Künstlerherz begehrt: selbstgemachter Schmuck, verrückte Kissenbezüge, Kunstdrucke mit London-Motiven und vieles mehr. Im Innenhof lassen viele Street-Food-Stände den Magen knurren. Um sich von den ganzen Eindrücken zu erholen, eignet sich der kleine Kanal, der sich durch den Ortsteil schlängelt. 

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